Eigenständige Publikationen

Bernhard Gill, Franziska Torma und Karin Zachmann (Hg.), Mit Biofakten leben. Sprache und Materialität von Pflanzen und Lebensmitteln, Baden-Baden 2018.

Dieser Band thematisiert Pflanzen und Lebensmittel als hochgradig artifizielle, aber dennoch lebendige Dinge und Wesen. Ausgehend vom technikphilosophischen Konzept der "Biofakte" (Nicole C. Karafyllis), analysieren die Autor/innen aktuelle und zeitgeschichtliche Entwicklungen in Landwirtschaft und Ernährung. Biofakte, so wird gezeigt, unterlaufen die traditionelle Unterscheidung von unbelebter Technik und lebender Natur und damit auch die praktischen Zuschreibungen und moralischen Erwartungen, die damit verbunden sind. Diese Mehrdeutigkeit von Kulturpflanzen und Lebensmitteln wird im vorliegenden Band aus der Perspektive der Geschichtswissenschaften, Soziologie, Philosophie und Designtheorie beleuchtet. Der geografische Radius umspannt Afrika und Europa; der historische das beginnende 20. Jahrhundert, die Gegenwart und ihre Zukunftsvisionen. Mit Beiträgen von Veit Braun; Lukas Breitwieser; Bernhard Gill, Nicole Karafyllis, Johanna Kleinert; Sabine Maasen; Barbara Sutter; Franziska Torma; Laura Trachte; Karin Zachmann.

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Stefan Esselborn: Die Afrikaexperten. Das Internationale Afrikainstitut und die europäische Afrikanistik, 1926–1976, Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht, 2018.

Das 1926 gegründete Internationale Afrikainstitut (IIALC/IAI) in London war die erste und lange Zeit wichtigste inter- bzw. transnationale Organisation auf dem Gebiet der Erforschung afrikanischer Sprachen, Kulturen und Gesellschaften. Während seine Entstehung in erster Linie auf das kolonialreformerische Projekt einer kulturell »angepassten« Entwicklung Afrikas zurückging, erlangte das Institut schnell erhebliche wissenschaftliche Bedeutung. Indem es Wissenschaftler verschiedener Nationalitäten und Disziplinen vernetzte, wissenschaftliche Themen setzte und Forschungsgelder verteilte, hatte es erheblichen Anteil an der Entwicklung der Afrikanistik von der kolonialen »Amateurforschung« des frühen 20. Jahrhunderts zur akademisch institutionalisierten Regionalexpertise im Rahmen der Area Studies des Kalten Kriegs. Die Geschichte des IAI illustriert daher nicht nur die Verflechtung von Afrikaforschung und Kolonialismus. Sie beleuchtet auch die Umstände und Folgen der Etablierung kulturwissenschaftlichen Wissens als (kolonial-) politischer Expertise, die wichtige Rolle transnationaler Akteure wie der Missionsbewegung oder der US-amerikanischen philanthropischen Stiftungen, sowie die topografischen, disziplinären und intellektuellen Verschiebungen im Kontext von Dekolonisierung und afrikanischer Unabhängigkeit. Das Buch versteht sich als Beitrag zur Geschichte der Wissenschaft im (post-) kolonialen Raum, der inter- und transnationalen Organisationen sowie zur Rolle wissenschaftlicher Experten im 20. Jahrhundert.

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Breitwieser, Lukas: Die Geschichte des Tourismus in Namibia - Eine heterotopische Topologie der Technik, Basler Afrika Bibliographien, Basel 2016

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Mauch, Felix: Erinnerungsfluten. Das Sturmhochwasser von 1962 im Gedächtnis der Stadt Hamburg. Dölling und Galitz Verlag, München/Hamburg 2015.

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Roosen, Jutta/Zachmann, Karin/Belz, Frank-Martin (eds.), Der Lebensmitteleinzelhandel in der Informationsgesellschaft –  Chancen für eine kooperative Verbraucherpolitik?, Cuvillier Verlag, Göttingen 2012

Nina Möllers, Karin Zachmann (Eds.): Past and Present Energy Societies. How Energy Connects Politics, Technologies and Cultures, transcript Verlag, Bielefeld 2012.

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Ulrich Wengenroth (Hrsg.): Grenzen des Wissens - Wissen um Grenzen. Weilerswist: Velbrück, 2012.

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Michael Bolte und Elsbeth Bösl (Hrsg.) Verflüssigung von Arbeit und Zeit. Universität der Bundeswehr München: Neubiberg 2011.

Ausgewählte Artikel und Aufsätze