Erinnerungsfluten. Das Sturmhochwasser von 1962 im Gedächtnis der Stadt Hamburg

Staatsarchiv Hamburg, 720-1/126 Plankammer, Nr. 08

Das als „Große Flut“ im Gedächtnis verankerte Jahrhunderthochwasser von 1962 verkörpert einen Kristallisationspunkt Hamburger Identität. Das Forschungsprojekt folgt den Erinnerungspuren der Naturkatastrophe und lotet deren heuristisches Potenzial für die technik- und umwelthistorische Forschung aus.

In enger Kooperation mit dem Rachel Carson Center for Environment and Society werden auf breiter empirischer Basis kommemorative Praktiken und geschichtspolitische Kontroversen durchleuchtet sowie im interdisziplinären Dialog die Brücke zu den aktuellen Herausforderungen von Katastrophenmanagement, Hochwasserschutz und Elbvertiefung geschlagen. An der Schnittstelle von Umwelt-, Technik- und Stadtgeschichte entfaltet sich so ein facettenreiches Panorama Hamburger Katastrophenkultur, über deren Genese der gesellschaftliche Umgang mit Naturdesastern an einem für den deutschen Raum einzigartigen Fallbeispiel nachvollziehbar wird.